VERANSTALTUNGEN
 

Nächste Veranstaltungen:

01.04.2017 - 10:00 Uhr
 
02.04.2017 - 14:00 Uhr
 
07.04.2017 - 08:00 Uhr
 
 
 
Seite wurde nicht gefunden.
 
Seite wurde nicht gefunden.
 
 
Links
 

© Maerker Großbeeren

 
 
Link verschicken   Drucken
 

Modellprojekt biko: Verhütungsmittel für Frauen mit wenig Geld kostenfrei

Großbeeren, den 09.03.2017

Ludwigsfelde ist einer von sieben Standorten des neuen Modellprojekts biko, mit dem pro familia

den niedrigschwelligen Zugang zu Verhütungsmitteln erprobt. biko wird vom

Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert.

 

Ludwigsfelde, Februar 2017. Frauen mit Wohnsitz im Landkreis Teltow-Fläming und Anspruch auf

Sozialleistungen müssen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel zukünftig nicht

mehr selbst tragen – auch wenn sie über 20 Jahre alt sind.

 

Ludwigsfelde ist einer von sieben

Standorten, die bis Ende Juni 2019 an dem bundesweiten Modellprojekt „biko – Beratung,

Information und Kostenübernahme bei Verhütung" teilnehmen. Es ermöglicht einen

niedrigschwelligen Zugang zu verschreibungspflichtigen, sicheren und gut verträglichen Verhütungsmitteln für Frauen, die wenig Geld haben.

 

Das Projekt wird gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Durchführung wird vom BMFSFJ, dem pro familia Bundesverband e.V. und den beteiligten pro familia Beratungsstellen übernommen.

 

Ab sofort können sich Frauen in der pro familia Beratungsstelle in Ludwigsfelde, Potsdamer Straße 50, beraten lassen und die Kostenübernahme in Anspruch nehmen.

 

Auch unter der Telefonnummer

03378/874280 oder per E-Mail nicole.violet@profamilia.de können sie sich über biko informieren.

 

Schwangerschaftskonflikte vermeiden – Recht auf Verhütung garantieren

 

Mit dem Modellprojekt möchte pro familia Frauen zu ihrem Recht verhelfen, Verhütungsmittel

selbstbestimmt zu wählen. Das entspricht dem Recht auf Verhütung und hilft,

Schwangerschaftskonflikte zur vermeiden. Angesprochen sind Empfängerinnen von Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, § 6a BKGG, von BAföG, Berufsausbildungshilfen BAB, von Wohngeld oder von Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

 

Ebenso richtet sich das Angebot an Frauen, deren Einkommen unterhalb der Armutsgrenze liegt. Neben Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) wurden als Standorte für das Projekt Erfurt/Artern, Halle (Saale), Lübeck, Recklinghausen/Marl, Saarbrücken und Wilhelmshaven ausgewählt.

„Frauen verändern ihr Verhütungsverhalten, wenn das Geld knapp ist. Bei der Entscheidung für eine Methode werden die Kosten zum entscheidenden Kriterium – nicht aber die eigentlich wichtigen Faktoren Sicherheit oder Verträglichkeit“, sagt Nicole Violet, Projektmitarbeiterin der pro familia

Beratungsstelle in Ludwigsfelde. Information und Beratung Frauen brauchen für die Kostenübernahme ein Rezept von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.

 

Zusammen mit einem Leistungsnachweis legen sie das Rezept in der pro familia-Beratungsstelle vor. Ihnen wird dann sofort eine Zusage zur Kostenübernahme ausgestellt. Mit dieser Zusage erhalten sie das Mittel ihrer Wahl in der Apotheke kostenfrei. Die Apotheke rechnet direkt mit pro familia ab. Die Frauen müssen nichts bezahlen.

Auf Wunsch können sich die Frauen vertraulich über das Thema Verhütung beraten lassen.

Langfristig bundesweite Regelung angestrebt.

Das Modellprojekt soll unter anderem zuverlässige Daten für den tatsächlichen Bedarf an einer Kostenübernahme liefern. Langfristig könnte diese Erhebung die Grundlage für eine bundesweite Regelung bilden.

 

Hintergrund

 

Mit der Einführung von Hartz IV entfiel seit 2004 die sogenannte „Hilfe zur Familienplanung“, mit der das Sozialamt bis dahin die Kosten für Verhütungsmittel bei anspruchsberechtigten Frauen übernommen hatte. Seitdem müssen die verschreibungspflichtigen Verhütungsmittel über den Regelsatz von 17 Euro monatlich finanziert werden, der allerdings auch alle anderen, nicht verschreibungspflichtigen Medikamente und Mittel abdeckt. In einigen Kommunen gibt es

Ersatzlösungen durch spezielle Fonds, die allerdings nicht flächendeckend zur Verfügung stehen.

 

Der pro familia Bundesverband hat sich bereits 2015 in einer deutschlandweiten Kampagne für eine bundesweite, einheitliche Regelung mit Rechtsanspruch auf kostenfreie Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen stark gemacht.

 

pro familia ist der führende Verband zu Sexualität und Partnerschaft in Deutschland.

pro familia unterhält ein bundesweites Beratungsnetzwerk und informiert mit einem vielfältigen Publikationsangebot die Öffentlichkeit. Der pro familia Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

 

www.profamilia.de

 

Rückfragen bitte an:

Nicole Violet und Marion Schroeter

nicole.violet@profamilia.de

marion.schroeter@profamilia.de

pro familia Landesverband Brandenburg

Beratungsstelle Ludwigsfelde

Potsdamer Straße 50

14974 Ludwigsfelde

Tel.: 03378/874280