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Bericht des Bürgermeisters

Großbeeren, den 10.09.2018

Großbeeren, 30.08.2018

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Richter, sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Gemeindevertreter, liebe Gäste im Publikum,

 

heute ist meine dritte Gemeinderatssitzung und erst die zweite, die ich in Öffentlichkeit vor Ihnen sprechen darf.

Ich konnte in den vergangenen Wochen, aber besonders am vergangenen Wochenende viel Zusammenhalt sehen – auf dem 205. Siegesfest anlässlich der gewonnenen Schlacht bei Großbeeren. Tausende Menschen liefen beim Fackelumzug Seit an Seit, unterhielten sich, freuten sich über das beginnende Fest. In meinen Augen war das ein erfolgreiches Fest, denn man konnte deutlich sehen, dass sich alle ins Zeug gelegt haben. Diesem Erfolg Zugrunde liegt Gemeinschaft – das Wir-Gefühl und Identität. So bin ich besonders stolz und zugleich unendlich dankbar für all diejenigen, die für unser aller Wohlergehen und diesen Erfolg gesorgt haben. Das sind zum einen die evangelische Kirchengemeinde, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, die historischen Truppen aus allen Herrenländern, der Bürgertisch für lebendige Demokratie und natürlich unser Siegesfestkomitee. Aber es sind auch die Kräfte, die wir allzu oft als selbstverständlich sehen: Das sind unsere Polizei, unser Ordnungsamt aber auch unsere Sicherheitspartner. Alle standen sie zusammen – für eine Sache. Und Teile unserer Freiwilligen Feuerwehr aus Großbeeren standen vor und während des Siegesfestes in Treuenbrietzen in einem Wald und kämpften gegen die Flammen immer mit Sorge, dass das Feuer gewinnen könnte. Die Kameraden waren nicht weit weg von uns, das konnte man sogar durch den kilometerweiten Brandgeruch deutlich wahrnehmen. Dafür meine lieben Kameraden, habt ihr unsere Hochachtung mehr als verdient.

Natürlich möchte ich als Bürgermeister Gutes tun, möchte positiv wahrgenommen werden und meine Aufgaben mit Leben füllen – immer im Sinne der Gemeinde. Doch was passiert derzeit im Ort mit uns? Was geschieht hier im Rathaus und was bei den politischen Akteuren in Großbeeren? Ich kann Ihnen keine abschließende Antwort geben, aber ich sehe, dass das politische Gebaren sich nicht zwischen zwei politischen Lagern bewegt – also nicht zwischen zwei Parteien wie CDU oder Linke, oder SPD und FDP – nein – es besteht ein Mangel an Vertrauen, dass von den Parteien CDU, FDP und Linke auf den amtierenden Bürgermeister gerichtet ist. Ein Bürgermeister, der heute genau 91 Tage im Amt sitzt und die Zeit unter anderem mit dem Umbau der Verwaltung genutzt hat. Ja, es bedarf Mut um Entscheidungen zu treffen, aber so bin ich hier einst gestartet, weil ich mutig, gemeinsam, gestalten möchte.

Zu den im Ort und in der Zeitung getätigten Aussagen möchte ich kurz Stellung beziehen. Ja, es wurden Personen in der Probezeit, die in der Verwaltung tätig waren, nicht übernommen. Und ja, ich habe diese Entscheidungen hinlänglich begründet, obwohl ich dies innerhalb der Probezeit nicht hätte tun müssen. Und ja, ich bin der Verantwortliche für das Rathaus und treffe diese Entscheidungen qualitativ und sachlich und gewiss immer unter Mitwirkung des Personalrates. In jedem anderen Unternehmen wird die Leistung angesetzt um die Qualität zu messen. Nichts anderes habe ich getan. Es ist schon bemerkenswert, dass ich nicht zu Lidl, Siemens oder Volkswagen gehen darf um darum zu bitten, dass Leute im Unternehmen nach meiner Vorstellung eingestellt oder entlassen werden. Nein, dort würde man mit dem Kopf schütteln. Wenn es um die öffentliche Verwaltung in Großbeeren geht, dann ist das ein Politikum. Und nein, es ging nicht um altgediente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die nicht weiter übernommen wurden, es ging um Personen, die weniger als 6 Monate bei uns waren. Aber warum ist das eigentlich so ein Politikum?

Es wundert mich seit Wochen, dass ein Mitglied aus der GV in meiner Verwaltung stundenlang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht und den Verwaltungsbetrieb aufhält. Es wundert mich sehr, dass sich einzelne Mitglieder der GV für bestimmte Positionen und Personen in der Verwaltung regelrecht verkämpfen. Warum ist das so? Das sind für mich als Verwaltungsleiter einschneidende Eingriffe.

Ja – natürlich habe ich eine Vorstellung davon was in den letzten Jahren geschehen ist. Ja – natürlich kann ich mir vorstellen, was hier politisch im Hintergrund liegt. Hier geht es um eine politische Zäsur. Die Menschen im Ort wollen Veränderung.

Ich bin Ihr gewählter Repräsentant der Gemeinde Großbeeren. Die Mehrheit hat mich gewählt, ob das den verschiedenen politischen Lagern gefällt oder nicht. Ich bin eben nicht nur der Bürgermeister der Gemeinde – ich bin eben auch Ihr Bürgermeister - sehr geehrte Gemeindevertreter. Und auch Sie wurden einst von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt – hier in dieses Gremium. Und auch ich akzeptiere Sie hier alle. Aber ich akzeptiere nicht mehr, dass Sie so weitermachen wie bisher und die Bürgerinnen und Bürger nicht auf den gemeinsamen Weg mitnehmen.

Sie alle projizieren ein Bild nach außen, dass eine gewollte Zusammenarbeit propagiert und zugleich gelebte Demokratie suggeriert. Ein Vertrauensverhältnis, das nicht aufgebaut werden konnte, obwohl ein Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden angeboten und zum Großteil angenommen wurde. Damals gab es, da auch der Personalrat zu Wort kam, keine Beanstandungen meiner Entscheidungen mehr.

Warum also beschneiden Sie genau den hauptamtlichen Bürgermeister jetzt und woher kommt Ihre Begründung zur Änderung der Hauptsatzung?

Ich für meinen Teil kann sagen, dass der Großteil der Verwaltung Ruhe benötigt und die Aufgaben, die schon der Alt-Bürgermeister begonnen hat, beenden möchte.

Kommen wir also zurück zum Ausgangspunkt meines Berichtes. Wollen wir die Vergangenheit ruhen lassen und neu beginnen? Wollen wir gemeinsam die Herausforderungen der Gemeinde Großbeeren gestalten? Wollen wir mutig, gemeinsam gestalten? Dann empfehle ich Ihnen an dieser Stelle im Sinne der Verwaltung und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, ziehen Sie Ihren gemeinsamen Antrag zurück und setzen sich mit mir und den anderen Fraktionen an einen Tisch.

 

 

 

 
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