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© Maerker Großbeeren

 
 
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Geschichte

ab ca. 8000 v. u. Z.
Siedlungen und Bestattungsplätze bei Großbeeren
(Funde: u.a. Feuersteinmeißel, verzierte Gefäße und Scherben, Bronzering, Urnen, Spinnwirtel, Steinbeil, an der östlichen und südöstlichen Gemarkungsgrenze des heutigen Großbeeren)

 

1./2. Jh.
Siedlungen germanischen Ursprungs
(Funde ebenfalls an der östlichen Gemarkungsgrenze, u.a. Urnengrab bei Kleinbeeren, Wohnstätten in der Feldmark Kleinbeeren und auf bzw. neben dem heutigen Sportplatz „Auf dem Eichenhügel“, letzte beide Ortsangaben eventuell identisch nach Karte von Kickebusch)

 

3./4. Jh.
Siedlungen in der gleichen Gegend
(Fund: Brandgrubengräber)
Danach war das Gebiet wahrscheinlich längere Zeit unbesiedelt (keine Funde).

 

6./7. Jh.
Besiedlung durch Slawen
(Spreewanen, Lusitzer, Wilzen)
(Funde: Tonscherben im jetzigen Institutsgelände, u.a.„Heiliges Land“)

 

9./10. Jh.
Slawische Siedlungen bei Großbeeren und Kleinbeeren (Keramikfunde)

 

11./12. Jh.
Spätslawische Siedlung bei Großbeeren (Keramikfunde)
(wahrscheinliche zeitweise Besiedlungsunterbrechungen durch Wanderbewegungen der Völker und Stämme bis zu dieser Zeit)

 

12./13. Jh.
Mit dem Vordringen deutscher Feudalherren in das von Slawen besiedelte Gebiet zw. Elbe und Oder entstand die Mark Brandenburg. Vermutlich kam auch die spätere Patronatsfamilie von Berne (v. Beeren) mit dieser Besiedlung hier in unser Gebiet.

 

1271
Erste urkundliche Erwähnung von Grossen Bern
(Großbeeren)
Damit ist Großbeeren einer der ältesten Orte in dieser Gegend. Das Dorf war in dieser Zeit mit 50 Hufen (1 Hufen = ca. 8 ha) ausgestattet, wovon der Pfarrer 2 Hufen erhielt, vermutlich bereits eine Kirche

 

1285
Erste urkundliche Erwähnung von Kleinen Bern
(Kleinbeeren)
„Mittelalter“ Handelsstraße von Berlin über Großbeeren und Thyrower Damm nach Leipzig.

 

14. Jh.
Mittelalterliche Feldsteinkirche in Kleinbeeren errichtet (13./14. Jh.)

 

3.1. 1344
Markgraf Ludwig belehnt den bischöflichbrandenburgischen Voigt Mattias von Berne zu Teltow und dessen Bruder, den Knappen Otto von Berne nach dem Ableben ihres Vaters Erhard von Berne mit den Dörfern „groz et klejn Berne“ und allem Zubehör (Kirchenpatronat, Ober- und Niedergericht, Jagd- und Krugrecht, Pfennig- und Fruchtabgabe, Hand-, Spann- und Wagendienste), wie dies alles ihr Vater und dessen Vorfahren schon besaßen.

 

1375
steht im Landbuch, dass das Dorf magna Berne (Großbeeren) aus 50 Hufen (etwa 375 ha) besteht, davon hat 12 Wilke Berne und 2 der Pfarrer. Es gibt 36 Bauern, 8 Kossäten (ohne Besitz), ein Krug und eine Windmühle. Melvendorf (heutiges Neubeeren) besteht aus 22 Hufen, 4 Kossäten und einer Kirche.

 

1409
Bau der Kirche Großbeeren (wurde später zerstört)

 

1435
wird Melvendorf als „wüst“ (verlassen) bezeichnet.

 

1450
Kleinbeeren hat 41 Hufen, darunter 2 Pfarrhufen, außerdem 2 Kossäten, 1 Hirten und einen Krug.

 

1487
erteilt Kurfürst Johann dem Friedrich von Beeren eine Lehnsbestätigung, in welcher „lütken Berne“ (Kleinbeeren), die wüste Feldmark Melvendorf (Neubeeren) und die „große Wiese“ als zu Großbeeren gehörig aufgeführt werden.

 

1508
Umbau der Feldsteinkirche von Großbeeren (einfacher Saalbau mit eingezogenem Chor)

 

1527
Zur Mutterkirche Großbeeren gehört die Tochterkirche in Kleinbeeren.

 

17. Jh.
Entstehen des Kreises Teltow als politische Einheit, zu dem bis zu seiner Auflösung 1952 auch Großbeeren und alle Ortsteile gehören.

 

um 1600
Bau des Gutshauses in Kleinbeeren

Ab ca. 1608 Rittergut Kleinbeeren Wohnsitz der Patronatsfamilie von Beeren.

 

1624
Großbeeren hat 8 Bauern, 9 Kossäten, 1 Müller
Kleinbeeren hat 9 Bauern, 3 Kossäten, 1 Pachtschäfer, 1Schmied, 1 Paar Hausleute, 29 Hufen, 11 Herrschaftshufen.

 

1618- 1648
Nach dem 30-jährigen Krieg war das halbe Dorf „wüst“, es blieben in Großbeeren nur noch 2 der Bauern (andere Quelle 4 der Bauern) und 4 der Kossäten übrig.

 

1652
Großbeeren einschließlich Neubeeren hat noch 3 Bauern und 4 Kossäten. Kleinbeeren hat noch 3 Bauern mit 2 Söhnen und 3 Knechten.

 

1648- 1688
Durch die von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Bandenburg, betriebene Ansiedlungspolitik steigt die Einwohnerzahl wieder. Bau einer neuen Kirche.

 

1671
Großbeeren hat wieder 8 Bauern, 9 Kossäten, 1 Müller, 1 Schäfer

 

1703
Großbeeren hat 35 bäuerliche Hufen

 

1711
Kleinbeeren hat 4 Hüfner, 3 Kossäten, 1 Schäfer (zugleich Hirte), 1 Knecht, 1 Schmied, 26 Hufen

 

1725
Die Windmühle von Kleinbeeren wird vom Gutsherren dem Müller gegen Grundpacht verkauft.

 

1748
Bau des Hauses Buschweg 1 in Kleinbeeren (Schmiede Tismer), im Keller Seidenraupenzucht

 

1760
Großbeeren ging im 7-jährigen Krieg in Flammen auf, Zerstörung vieler Häuser und der Feldsteinkirche.

 

1769-1771
Bildung des Dorfes Neubeeren mit 7 Bauernhäusern, 1 Krug, Schulmeister und Hirtenhaus durch Karl Ludwig Ernst von Beeren (auf dem Gebiet der ehem. Wüstung Melvendorf)

 

1771
Nachdem die Bewohner von Neubeeren die nach dem Tode des Karl Ludwig Ernst von Beeren (+ 1769) durch dessen Sohn Hans Heinrich Arnold v. Beeren („Geist von Beeren“) drastisch erhöhten Pachten und Gebühren nicht mehr zahlen konnten, zogen sie weg. Das Dorf wird erneut „wüst“.

 

1775
Umwandlung von Neubeeren in ein Vorwerk mit Tagelöhnern

 

1800
Eine Poststraße führt von Berlin über Großbeeren nach Luckenwalde und Jüterbog. In Großbeeren teilt sich die Poststraße in eine längere Strecke (über Genshagen, Löwenbruch, Kerzendorf nach Thyrow = spätere B 101) und in eine kürze Strecke (über den heutigen Trebbiner Weg, das Vorwerk Genshagen, am heutigen Ludwigsfelder Friedhof vorbei und im Bogen über den Thyrower Feldweg nach Thyrow). Von dort aus ging es weiter nach Luckenwalde. Die Poststraße führte oftmals durch „beschwerlichen sandigen“ Boden und hatte auch „schwierige morastische Stellen“.

 

1791
Erwähnung eines „Lustgartens“ in Kleinbeeren (vermutlich der Gutsgarten)

 

ca. 1800
Großbeeren hat 35 bäuerliche und 24 ritterliche Hufen, 20 Feuerstellen, 178 Einwohner (darunter 6 Ganzbauern, 6 Ganzkossäten/andere Quelle 8, 10 Einlieger/andere Quelle 14 „andere Familie“, 1 Schmied, 1 Krug, 1 Windmühle, 1500 Morgen Holz
Kleinbeeren hat 26 Bauernhufen, 15 Rittergutshufen, 18 Feuerstellen, 144 Einwohner (darunter 4 Ganzbauern, 4 Ganzkossäten, 10 Einlieger, 1 Schmied, 1 Krug, 1 Windmühle, 1 Förster, 1 Gut mit ehemaliger Plantage „Lustgarten“

 

15.12.1812
Hans Heinrich Arnold von Beeren (genannt „Geist von Beeren), verstarb in seiner Berliner Wohnung Behrenstr. 69. Er war der letzte Gutsherr des über viele Jahrhunderte in Großbeeren, Kleinbeeren und Neubeeren herrschenden Adelsgeschlechts derer von Beeren hier bei uns. Mit ihm und seiner Tochter starb der hiesige Zweig der Adelsfamilie von Beeren aus. Allerdings hatte der "Geist von Beeren" aus selbst verschuldetem Geldmangel (vor allem durch Verschwendungssucht, Streitlust und die vielen Prozesse, die er führte) allerdings schon Jahre zuvor einen großen Teil seines Besitzes verkaufen bzw. verpachten müssen. Seine wohlhabende Witwe kaufte nach dem Tod des „Geist von Beeren“ die meisten Ländereien zurück und wohnte mit der gemeinsamen Tochter zunächst auf dem Gut Großbeeren.


Das Gut Kleinbeeren war bereits Jahre zuvor an W. Mumme, den späteren Besitzer, verpachtet worden. W. Mumme wohnte auch auf dem Gut Kleinbeeren. Er war der Oheim von Theodor Fontane (der vielleicht auch deshalb dem „Geist von Beeren“ eine so große Aufmerksamkeit in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ widmete). Nach dem frühen Tod der Tochter (1823) verkaufte die Witwe des „Geist“ 1824 die Beerenschen Güter endgültig. Danach kam es zu einem häufigen Besitzerwechsel, bis die Stadt Berlin 1881 die Ländereien kaufte um aus ihnen Rieselfelder zu machen.

 

1813
Der alte Kirchhof mit der Kirchenruine (heutiger„historischer Friedhof“ mit der Schinkelkirche) bildete noch die Nordgrenze von Großbeeren.

 

23. 08.1813
Schlacht bei Großbeeren

Am bekanntesten ist Großbeeren bis heute durch die Schlacht bei Großbeeren, in der es am 23. August 1813 den preußischen Truppen unter General von Bülow bei strömendem Regen gelang die napoleonischen Truppen zu besiegen und damit eine erneute Besetzung der preußischen Hauptstadt Berlin zu verhindern. Noch heute findet alljährlich in den Tagen um den 23. August zur Erinnerung an dieses bedeutsame geschichtliche Ereignis das Siegesfest der historischen Truppen 1813 statt.

 

1817
Einweihung des auf Veranlassung von König Friedrich Wilhelm III. durch den großen Baumeister Schinkel entworfenen Obelisk auf dem Kirchhof von Großbeeren (eines der ehemaligen Schlachtfelder) im Rahmen des Siegesfestes

 

1818
Grundsteinlegung für die jetzige Kirche während des Siegesfestes
Die im Auftrag des Königs von Schinkel für Großbeeren entworfene Denkmalkirche war ein Geschenk des preußischen Staates aus Dankbarkeit für die Zurückschlagung der napoleonischen Truppen und die dadurch verhinderte erneute Besetzung Berlins.

 

28.10.1820
Einweihung der neuen Großbeerener Kirche am 60. Jahrestag der Zerstörung ihrer Vorgängerin durch die Kriegseinwirkungen des 7-jährigen Krieges

 

25.4.1838
Genehmigung des Baus der Eisenbahnstrecke Berlin-Luckenwalde-Köthen über Großbeeren.
Für Großbeeren war zunächst nur ein „Haltepunkt“ vorgesehen.

 

1839-1853
Bau der Straße vom Bahnhof Großbeeren nach Potsdam im Zusammenhang mit dem Bau der Bahnstrecke (unterschiedliche Jahresangaben) Einsatz arbeitsloser und notleitender Nowaweser Weber beim Bau.

 

1840
Eingemeindung von Neubeeren (insges. 29 Wohnhäuser) nach Großbeeren

 

1.7.1841
Inbetriebnahmen der Anhalter Eisenbahnlinie Berlin-Großbeeren-Ludwigsfelde-Luckenwalde-Jüterbog (zunächst meist eingleisig, doppelgleisig vorerst nur zw. Großbeeren und dem Haltepunkt Ludwigsfelde). Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke bis Köthen erfolgt erst etwas später.

 

16.10.1841
Eröffnungstag der Haltestation Großbeeren (und Ludwigsfelde). Mit dem ersten Fahrplanwechsel hielten an diesem Tag erstmals Güterzüge an diesen beiden „Anhalteplätzen“, noch keine Züge für die Personenbeförderung. Personenzüge hatten anfangs ihren ersten Halt von Berlin aus in Trebbin. (Eine Besonderheit gab es allerdings bereits zuvor: Am 29. August 1841 führte die Bahngesellschaft Extrafahrten mit Personenzügen zwischen Berlin und Großbeeren durch um den Berlinern die Gelegenheit zu geben an der Gedenkfeier für die Gefallenen der Schlacht bei Großbeeren vom 23.8.1813 teilzunehmen.)


Neben den Güterzügen halten etwas später auch Personenzüge in Großbeeren. Anstelle des ursprünglichen Haltepunktes Großbeeren wird später der Bahnhof Großbeeren gebaut und das stattliche Bahnhofsgebäude.


Mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke und des Haltepunktes/Bahnhofs Großbeeren setzte eine rasante Entwicklung des Ortes ein. Hatte Großbeeren 1813 im Jahr der historischen Schlacht kaum 200 Einwohner, waren es 1860 trotz der massiven Kriegsauswirkungen bereits über 700 und 1900 schon über 2.100 (ab 1881 allerdings auch bereits in Auswirkung der Rieselfeldwirtschaft)

 

1841
Großbeeren hat für 58 Kinder (andere Quellen 65 oder 68) nur eine einzige Schulstube mit nur 48 Bankplätzen, davon nur 36 Tischplätze

 

1847/48
Werner von Siemens ließ sein erstes Erdkabel für elektrische Telegraphie zu Versuchszwecken von Berlin an der Bahn entlang nach Großbeeren verlegen. (Auf dem Bahnhof Großbeeren befand sich später auch das erste Postamt von Großbeeren, natürlich mit einer Telegrapheneinrichtung.)

 

1.10.1848
Inbetriebnahme der gesamten Eisenbahnstrecke Berlin-Dresden über Großbeeren, einschließlich der Anschlussstrecke von Röderau nach Leipzig.

 

1850
Das Rittergut Großbeeren hat 2.234 morgen (559 ha), die „Kolonie“ Neubeeren 949,5 Morgen (237 ha). Großbeeren hat 407 Einwohner, darunter noch 6 Bauern und 7 Kossäten.

 

1851
Die Schule erhält ein neues Gebäude.

 

1858
Großbeeren hatte 1 Gutseigentümer , 16 andere Hofeigentümer und 1 Pächter mit 32 Knechte und Mägde, 32 Tagelöhner, 6 nebengewerbliche Landwirte mit 7 Knechten und Mägden, 73 Arbeiter und 6 Bedienstet, außerdem 8 „Arme“.

 

Aufteilung des Landbesitzes:

  • Gutsbesitz: 3.500 Morgen
  • 11 Besitzungen (mit je 30-300 Morgen): 1.335 Morgen
  • 12 Besitzungen (mit je 5-30 Morgen): 179 Morgen

 

Handwerk und Gewerbe:

  • 1 Schlächtermeister mit 1 Gesellen und 1 Lehrling,
  • 1 Schumachermeister mit 1 Gesellen,
  • 2 Schneidermeister mit 1 Gesellen (1861 bereits 6 Schneidermeister, darunter 4 weibliche, mit 3 Gesellen),
  • 1 Stellmachermeister,
  • 1 Grobschmiedemeister,
  • 3 Zimmergesellen,
  • 3 Maurergesellen,
  • 1 Kaufmann,
  • 1 Krug

 

1858
Kleinbeeren hatte 1 Rittergut, 2 Forsthäuser, 10 Hofeigentümer und 2 Pächter mit 45 Knechten und Mägden, 41 Tagelöhner, 1 Arbeiter, 3 Mägde, 1 Bediensteten.

 

Aufteilung des Landbesitzes:

  • Gutsbesitz: 1.826 Morgen
  • 9 Besitzungen (mit je 30-300 Morgen): 1.420 Morgen

 

Handwerk und Gewerbe:

  • 1 Schlächtermeister,
  • 1 Schneidermeister mit 1 Gesellen und 1 Lehrling,
  • 1 Tischlermeister mit 1 Gesellen und 1 Lehrling,
  • 1 Stellmachermeister mit 1 Gesellen,
  • 1 Grobschmiedemeister mit 1 Gesellen und 1 Lehrling,
  • 1 Krug

 

1860
Gebäude Kleinbeeren: 2 öffentliche Gebäude, 16 Wohnhäuser, 30 Wirtschaftsgebäude (u.a. 1 Getreidemühle). Zum Rittergut gehören: 2 Forsthäuser, 11 Wohn- und 22 Wirtschaftsgebäude (u.a. 1 Brennerei)

 

ca. 1860
Gebäude Großbeeren einschl. Neubeeren: 50 Wohnhäuser mit durchschnittlich 8,6 Bewohnern, 86 andere Gebäude

 

1865
Fertigstellung der Chaussee zw. Mariendorf, Heinersdorf und Großbeeren in einer Länge von 12,9 km

 

1873
Beschluss des Berliner Magistrats zur Anlegung von Rieselfeldern im Umland

 

1881
Der letzte Großbeerener Gutsbesitzer Nürnberg verkauft das Gut Großbeeren an die Stadt Berlin, die es in ein Stadtgut umwandelt und auf den Flächen Rieselfelder einrichtet.

 

1881-1890
Errichtung einer für die damalige Zeit sehr modernen Abwasserwirtschaft für die Stadt Berlin mit über 3.000 Rieselfeldtafeln auf den Stadtgutflächen.

 

Der Gutshof Großbeeren wird zum Sitz der Rieselgutadministration Großbeeren (heutiges Ratshaus befindet sich im ehemaligen Gutsverwalterhaus).

 

Die Rieselgutadministration Großbeeren umfasst zunächst die ehemaligen Rittergüter Großbeeren, Ruhlsdorf und Diedersdorf, später auch den Rieselgutsbezirk Osdorf, zu dem u.a. auch Heinersdorf und Friederikenhof gehören. 1890 kommt noch Kleinbeeren hinzu.

 

1882
Bau der Chaussee nach Genshagen und Löwenbruch bis zur Einmündung in die Zossener-Siethener Chaussee in einer Länge von 9,8 km.

 

ca. 1882
Bau einer Hanffabrik nördlich des jetzigen Instituts (aber nach wenigen Jahren abgebrannt)

 

1883-1891
Regulierungsarbeiten im Gebiet der Nuthe und des Großbeerener Grabens

 

1883
Großbeeren hat 2 Schulhäuser mit 2 Schulstellen (Lehrern) und 202 Schulkinder bei 1372 Einwohnern.


Kleinbeeren hat 1 Schulhaus mit 1 Schulstelle und 79 Schulkinder bei ca. 400 Einwohnern

 

1887
Bau der Chaussee Bahnhof Großbeeren – Sputendorf – Schenkenhorst bis zur Einmündung in die Chaussee Trebbin – Drewitz in einer Länge von 8,3 km

 

1888
Bau der Chaussee Großbeeren – Diedersdorf – Blankenfelde – Dahlewitz – Groß Kienitz in einer Länge von 11,3 km

 

80er Jahre
Eröffnung einer Arztpraxis in Großbeeren

 

1889
Einweihung des neuen Friedhofs von Großbeeren (wird heute noch genutzt)

 

1890

  • Einweihung eines neuen größeren Schulgebäudes in Großbeeren, Dorfaue 4 (später Gemeindeverwaltung, zeitweise auch Bibliothek, heute Volksbank). 248 Schulkinder bei 1.560 Einwohnern
  • Verkauf des Gutes Kleinbeeren an Berlin, Umwandlung zu Rieselfeldern

 

90er Jahre
Aufwändige Innenrestaurierung der Schinkelkirche, u.a. Einbau einer Gasheizung. Farbiges Chorfenster Geschenk von Kaiser Wilhelm II.

 

1895
Errichtung einer Fischerei am Nuthegraben mit künstlichen Teichanlagen und Brunnen auf Höhe des späteren Instituts (nach kurzer Zeit wieder eingestellt)

 

1899

Bau der Chaussee Großbeeren – Ahrensdorf in einer Länge von 8,1 km

 

Ende 19./Anf. 20. Jh.

  • Bau weiterer Wohnungen bedingt durch rasches Bevölkerungswachstum (u.a. repräsentative Häuser entlang der Hauptstraße, aber auch einfach Häuser und billigere Landarbeiterwohnungen wie die Schnitterkasernen)
  • Steigende Anzahl der Wohnhäuser von 140 im Jahre 1900 auf 167 mit durchschnittlich 11,1 Bewohnern im Jahre 1910

 

1903

  • Eröffnung einer Tierarztpraxis in Großbeeren (Dr. Garbe)
  • Installation von Gasbeleuchtung und Telefon in Großbeeren
  • Eröffnung des Postamtes in einem eigenen Postgebäude Ecke Berliner Straße/Poststraße (heute das neue Ärztehaus).

 

1905

  • ist das Postamt bereits mit öffentlicher Fernsprechstelle aufgeführt. (Vorher befand sich das Postamt auf dem Bahnhof Großbeeren und danach in der Berliner Straße 3 / heute Wohnhaus Marquardt.)
  • Einstellung des Badebetriebs im Küsterteich (infolge Verunreinigung wahrscheinlich durch Rieselfeldwirtschaft)

 

1906

  • Errichtung der Bülow-Pyramide in Erinnerung an die Schlacht bei Großbeeren auf dem Windmühlenhügel, Einweihung zum Siegesfest (dafür Sammlung von Granitfindlingen durch Berliner auf den ehemaligen Schlachtfeldern von Großbeeren, die inzwischen den Berliner Stadtgütern gehören ebenso wie der Windmühlenhügel, auf dem die alte marode Windmühle zuvor durch die Stadt Berlin abgerissen worden war)
  • Errichtung des Colberger Gedenksteins hinter dem Turm der Schinkelkirche (gestiftet von den Kameraden des Colberger Regiments)

 

1909
Bau der Chaussee Teltow- Ruhlsdorf – Neubeeren bis zum Schnittpunkt mit der Chaussee Großbeeren – Ahrensdorf. Damit ist das für die nächsten fast 100 Jahre existierende Straßennetz rund um Großbeeren im wesentlichen fertiggestellt.

 

1910
Einweihung der neuen Schule als 8-klassige Gemeindeschule in der Teltower Straße. 305 Schüler besuchen die Schule, die heute noch genutzt wird, inzwischen allerdings zahlreiche An-, Um- und Ausbauten erhielt.

 

1911

  • Inbetriebnahme einer Trockenanlage („Darre“) zur Gewinnung von Heu von den Rieselfeldern und von Trockenfutter aus Kartoffeln, Möhren und Mais am Bahnhof Großbeeren (Zerstörung der Anlage durch Kriegseinwirkungen)
  • In Neubeeren befinden sich vom Arbeitshaus Rummelsburg überwiesene „Häuslinge“, welche zur Arbeit auf den Rieselfeldern eingesetzt werden.
  • Die Feldmark der Gemeinde Großbeeren umfasst 536,8 ha, das Gut hat 983,8 ha.
  • Abriss des alten Zollhauses (2 Jahre später wird hier an dieser Stelle der Gedenkturm Großbeeren errichtet)

 

23.8.1913
Einweihung des Gedenkturmes anlässlich der Jahrhundertfeier der Schlacht bei Großbeeren u.a. unter Teilnahme von Prinz Eitel Friedrich, eines Bülow-Nachfolgers und zahlreicher Fahnendeputationen.


(Der 32 Meter hohe Stahlbetonbau wurde im Auftrag des Kreises Teltow unter Leitung von Kreis- und Regierungsbaurat Lange durch die Charlottenburger Eisenbetonbaufirma Konrad Schwartz errichtet und kostete 43 000 Reichsmark.)

 

9.5.1922
Eröffnung der ersten Apotheke in Großbeeren, Berliner Str. 2

 

24.4.1924
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Großbeeren

 

1924/25
Entstehen von „Moorversuchsfeldern“ in Großbeeren unter Leitung von Prof. Theodor Echtermeyer (gehörten zur Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Berlin-Dahlem). Ab 1952 Institut für Gartenbau in der Dt. Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR, heutiges „KompetenzZentrum für Gartenbau“ beherbergt eine Vielzahl von Lehr- und Forschungseinrichtungen.

 

1926
Großbeeren hat 183 Schulkinder und 5 Lehrer (viel weniger als vor dem 1.Weltkrieg)
Kleinbeeren hat 49 Schulkinder und 1 Lehrer

 

1927

  • In Großbeeren (einschl. Kleinbeeren und Neubeeren) gibt es mind. 76 meist kleinere Handels- und Gewerbebetriebe (darunter 8 Baugeschäfte, 8 Gaststätten, 6 Lebensmittelläden, 4 Bäcker, 4 Schlächter, 4 Schuhmacher, 3 Schneider, 2 Sattler, 2 Schmiede)
  • Zimmermeister Ernst Teske ist Amtsvorsteher für Gemeinde und Gut Groß- und Kleinbeeren, gleichzeitig Standesbeamter für Groß- und Kleinbeeren.
  • Das erste Postauto fährt von Großbeeren nach Lichterfelde.

 

27.1.1929
Gründung des Sportvereins Grün-Weiß Großbeeren

 

8.6.1929
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinbeeren

 

1930
Bau der sogenannten „Schulsiedlung“ hinter der Schule

 

1932
Einweihung des Sportplatzes an der Ruhlsdorfer Str. als Handballplatz (späterer „Alter Knacker“)

 

27.3.1932
Gründung des Anglervereins Großbeeren

 

30er Jahre
Bau der Rathenow-Siedlung (auf dem Acker von Bauer Rathenow)

 

23.02.1933
Großbeerener „Armenhausbrand“

Nach einer großen NSDAP-Veranstaltung am Vorabend in Großbeeren dringt in der folgenden Nacht gegen 1.30 Uhr der Teltower SA-Sturm in das sogenannte „Armenhaus“ (jetzt Großbeeren, Berliner Str. 58) ein, und steckt es in Brand. Insbesondere hatten es die Nazis auf den bekannten SPD-Mann und Reichsbannerfunktionär Karl Schlombach abgesehen, in dessen Wohnung sie gewaltsam eindrangen. Karl Schlombach wurde angeschossen. Er und seine Frau entkamen durch ein Fenster, bevor die Wohnung mit Benzin übergossen und angezündet wurde. 9 Familien verloren durch diese Brandstiftung ihr Obdach und größtenteils ihren wenigen Besitz. Später werden in Verdrehung der tatsächlichen Vorkommnisse die Eheleute Schlombach der vorsätzlichen Brandstiftung angeklagt. Der Armenhausbrand und die Anklage wegen Brandstiftung gegen Schlombach sorgten damals für viel Aufsehen in der Öffentlichkeit. Trotz aller Verdrehungsversuche der Nazis bliebt der Großbeerener Gemeindevorsteher Wilhelm Becker (Mitglied der Staatspartei) bei seiner Aussage, dass der Überfall von „uniformierten Nationalsozialisten verübt worden“ sei, was ihm vermutlich auch kurze Zeit darauf sein Amt kostete. Im Spandauer Festungsgefängnis wird Karl Schlombach in Analogie zum Reichstagsprozess als „van der Lubbe aus Großbeeren“ bezeichnet. Zwar muss das Verfahren später „mangels Beweisen“ eingestellt werden, doch Karl Schlombach behält man bis Anfang 1934 in „Schutzhaft“. Er erhält danach ein Ortsverbot für Großbeeren und wohnt dann in Berlin, bevor er während des 2. Weltkrieges erneut verhaftet und in verschiedene Lager gesteckt wird. Am 25.02.1945 kommt Karl Schlombach im KZ Bergen-Belsen um.

 

1935

  • Umbenennung der Moorversuchsfelder Großbeeren in „Institut für Gemüsebau Großbeeren“
  • Erstes Kino in Großbeeren in der Berliner Straße (bis 1952, dann HO- Industriewaren, jetzt Schlecker)

 

1937
Inbetriebnahme des Umspannwerkes in Neubeeren (1995/96 umfassender Umbau)

 

Juni 1938
Baubeginn für einen großen Güter- und Verschiebebahnhof bei Großbeeren (dazu auch Errichtung Bahnarbeiter-Barackenlager, späteres AEL) Bauvorhaben wurde infolge des 2. Weltkrieges nicht zu Ende geführt, wird Hilfsrangierbahnhof und kurz nach Kriegsende wieder demontiert.

 

9./10.11.1938
In der „Reichsprogromnacht“ werden u.a. auch die Gaststätte des Juden Moritz Gumpert und die Zahnarztpraxis des Juden Karpes verwüstet.

 

Am 30. Mai 1942 meldet der Amtsvorsteher in einem geheimen Schreiben an den Landrat betreffs „Judenangelegenheiten“, dass sämtliche im Amtsbezirk Großbeeren wohnende Juden am 13.4.1942 evakuiert wurden. Im Klartext bedeutete dies die Zwangsdeportation der letzten vier in Großbeeren ansässigen Juden Louise und Moritz Gumpert sowie Elsa (geb. Gumpert) und Wilhelm Rieß. Alle vier kamen um.

 

Ende 1940 - Ende 1941
Existenz eines „Nordafrikanischen Kriegsgefangenenlagers" in der Nähe des späteren Arbeitserziehungslagers. Mitten im relativ kleinen Barackenlager stand eine weithin sichtbare weiße Moschee. So schnell wie das Lager Ende 1940 entstanden war, verschwand es Ende 1941auch wieder.

 

15.8.1941
Eröffnung des Hilfsrangierbahnhofes Großbeeren, volle Inbetriebnahme am 6.10.1941

 

Ende 1941 - Ende 1942
Existenz eines sowjetischen Kriegsgefangenenlagers (Stalag III D). Ende 1942 Verlegung der Gefangenen in ein anderes Lager nach Großschulzendorf.


Das Stalag III D befand sich mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls auf dem Territorium des ehemaligen Bahnarbeiterlagers Schulz und somit in direkter Nachbarschaft des 1942 entstehenden AEL, welches sich nach der Verlegung des Stalag III D mit großer Wahrscheinlichkeit auf die gesamte Fläche ausbreitete.

 

Spätsommer 1942
Errichtung des Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslagers Großbeeren (AEL) auf dem Gelände des ehemaligen Bahnarbeiter-Barackenlagers (bis 19.4.1945 verloren hier ca. 1.300 Häftlinge aus 24 Ländern ihr Leben).
Bis heute finden alljährliche Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung und Mahnung statt.

 

1943-45
Schäden durch Luftangriffe (u.a. am 27.3.43, 28.8.43, 23.12.43, 2.1.44)

 

19.4.1945
Selbstauflösung des Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslagers, nachdem die Mannschaft vor der heranrückenden Roten Armee geflüchtet ist.

 

22.4.1945
Die Sowjetarmee besetzt Großbeeren. Vorübergehende Evakuierung großer Teile der Bevölkerung wg. der Kampfhandlungen um Berlin.

 

1945
Wilhelm Becker, der letzte Bürgermeister vor dem Machtantritt der Nazis 1933 wird wieder als Bürgermeister eingesetzt.

 

1945/46
Bodenreform, Enteignung von Großbauer, Schaffung von Neubauernstellen

 

1946

  • Bildung der Zentralschule Großbeeren im bisherigen Schulgebäude
  • Gründung der Kinderkrippe Großbeeren, zunächst als kirchliche Einrichtung, später von der Gemeinde übernommen

 

1947/48
Errichtung der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus (OdF) in der Kiesgrube, wo die meisten Todesopfer des AEL begraben wurden. Einweihung am 14.12.1948

 

1.4.1949
Gründung des Volkseigenen Gutes (VEG) Großbeeren auf der Basis des ehemaligen Berliner Stadtgutes, welches bis dahin der sowjetischen Kommandantur Berlin-Karlshorst unterstand.

 

1949
Die Gärtnerei Neubeeren wird dem Gut Großbeeren angegliedert.

 

1.7.1950
Kleinbeeren wird in Großbeeren eingemeindet (bis dahin selbständiges Dorf)

 

1952

  • Bildung des Kreises Zossen, zu dem auch Großbeeren gehört
  • Laut Volkszählung hat Großbeeren 3.300 Einwohner (große Zunahmen bes. durch starken Zustrom von Umsiedlern).

 

1953
Neuaufbau des Museums im Gedenkturm als Außenstelle des „Museum des Teltow“ in Mahlow durch Johannes Graz. Durch die Kriegseinwirkungen waren die ursprünglichen Museumsbestände verloren gegangen. Wiedereröffnung des Gedenkturmes nach der Beseitigung der größten Kriegsschäden am Turm.

 

23.8.1953
Erstes Heimatfest nach dem Krieg, anlässlich des 140. Jahrestages ( zwar in der Tradition der früheren Siegesfeste, aber mehr Volksfestcharakter)

 

1956/57
Bau des Sportplatzes „Auf dem Eichenhügel“ (hier frühgeschichtliche Funde)

 

13.11.1959
Bildung der LPG „Voran“ (1972 Zusammenschluss mit der LPG Mahlow)

 

20.2-1960
Bildung der LPG „Frohe Zukunft“ (bestand nur kurz)

 

Mai 1963
Inbetriebnahme des Grünmehlwerkes des Gutes Großbeeren in Neubeeren

 

1964
Inbetriebnahme der neugebauten Turnhalle durch die Oberschule Großbeeren

 

1.1.1967
Inbetriebnahme des Landambulatoriums Großbeeren in der Genshagener Str.

 

25.6.1967
Einweihung der neuen Kindertagesstätte in der Bahnhofstraße (mit 42 Kinderkrippen- und 85 Kindergartenplätzen).

 

1.9.1967
Einweihung des Schulerweiterungsbaus (mit 2 Fachkabinetten und 6 Klassenräumen). Dadurch kann die bisherige 8-klassige Schule zur 10-klassigen POS (Polytechnischen Oberschule) werden. Gleichzeitiger Bau der neuen Zentralheizung und einer neuen Schulküche.

 

1967
Regulierungsarbeiten Meliorationskomplex „Großbeerener Graben“

 

7.6.1970
Inbetriebnahme des Schwimmbades „Küsterteich“ (musste nach einigen Jahren wieder schließen wg. Wasserqualität)

 

1972
Gründung des Gemischten Chores Großbeeren

 

1974
Gründung der KWV (Kommunalen Wohnungsverwaltung), deren Nachfolger die heutige Wobau mbh

(Wohnungsbaugesellschaft) ist.

 

1975
Bildung der KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) Großbeeren durch die organisatorische Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion

 

1.1.1976

  • Bildung des Gemeindeverbandes Großbeeren mit den Gemeinden Großbeeren (einschl. Klein- und Neubeeren), Osdorf (einschl. Heinersdorf, Friederikenhof, Birkholz u. Birkenhain), Genshagen, Diedersdorf und Jühnsdorf; insgeamt: 4.046 Einwohner
  • Anf. 1978
  • Aus der KAP Großbeeren entsteht das VEG Pflanzenproduktion Großbeeren.

 

15.4.1979
Eröffnung des Rentnertreffs Großbeeren im Anglerheim Lindenstraße 18

 

1980
Anschluss von 343 Haushalten an die neu verlegte zentrale Wasserversorgung

 

3.2.1982
Eröffnung der Zentralbibliothek des Gemeindeverbandes Großbeeren

 

5.2.1982
Eröffnung des Jugendklubs Großbeeren

 

21.3.1982
Einweihung des neuen Kindergartens mit 144 Plätzen in der E.-Thälmann-Str., Rekonstruktion der Einrichtung in der Bahnhofstraße zur Kinderkrippe.

 

13.12.1982
Übergabe des neuen Schulhortes an die Oberschule Großbeeren

 

27.8.1983
Erstes Kreiserntefest in Großbeeren, verbunden mit dem 170. Heimatfest

 

1985
Beginn des heutigen Vereins „3. Kurmärkisches Landwehr-Infanterie-Regiment, 4. Bataillon von 1813 e.V. als militärhistorische Gruppe im Kulturbund der DDR in Berlin (1991 Verlegung des Vereinssitzes nach Großbeeren)

 

1986
Wiedereröffnung der Schinkelkirche nach umfassender Rekonstruktion

 

7.10.1987
Auszeichnung von Großbeeren als „Schönstes Dorf des Kreises Zossen“

 

27.8.1988
Zweites Kreiserntefest in Großbeeren (in Verbindung mit dem 175. Heimatfest)

 

Wende 1989

 

20.1.1990
Gemeinsame Demonstration von ca. 500 Bürgern und Umweltschützern für die Öffnung der Grenze an der F 101 / B 101 für Radfahrer und Fußgänger, gegen Umweltzerstörung z.B. durch die Errichtung eines Transitüberganges mit 4-spuriger Autobahn an dieser Stelle

 

30.3.1990
Gründung der SPD-Ortsgruppe Großbeeren, erster Vorsitz. W. Wende jun., der auch der erste Bürgermeister nach der Wende wird

 

1990
Gründung eines Gewerbehofes in Neubeeren (Gelände des VEG Großbeeren)

 

3.5.1990
Bildung der Basisgruppe der PDS Großbeeren

 

28.6.1990
Beschluss der Vereinssatzung Kleingartenverein „Trebbiner Weg e.V.“

 

30.6.1990
Wiederöffnung der B 101 an der Stadtgrenze zu Berlin (ehemalige Mauer), damit ist Großbeeren wieder direkt mit Berlin-Marienfelde verbunden.

 

1991
Bildung der Gesamtschule (1.– 6. Kl. Grundschulteil, 7.-10. Klasse Sekundarstufe I), in Großb. eine der ersten beiden derartigen Schulen im Kreis Zossen

 

Aug. 1991
„Rund um den Turm“ erscheint erstmalig als „Allgemeine Monatsschrift der Gemeinde Großbeeren“ (ab Dez. 1992 als Amtsblatt)

 

Okt. 1991
Eröffnung einer Außenstelle der Sozialstation Blankenfelde in der Bahnhofstr. Großbeeren (hat Betrieb in zwischen eingestellt)

 

8.11. 1991
Gründung Kleingartenverein „Bahnhofstraße Großbeeren“

 

1.1.1992
Das Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren-Erfurt beginnt seine Arbeit als Nachfolger des ehemaligen Instituts (weitere Lehr- und Forschungseinrichtungen auf dem so genannten Institutsgelände).

 

12.2.1992
Gründung des Vereins Ländliches Reiten und Fahren „Bülow“ Großbeeren

 

19.2.1992
Gründung des DRK-Ortsverbandes Großbeeren als erster DRK-Ortsverband des Kreises Zossen

 

März 1992
Eröffnung der Filiale der Berliner Volksbank (vorher Genossenschaftsbank)

 

1992
Eröffnung der Gewerbeparkes in Kleinbeeren, Dorfstr. 22

 

29.6.1992
Schließung des Konsums in der Berliner Straße (nach der kurzzeitigen Übernahme durch BIMBO endgültige Schließung der letzten Verkaufsstelle in Großbeeren)

 

1.7.1992
Bildung des Amtes Ludwigsfelde-Land mit seinem ersten Amtssitz in Großbeeren. Amtsdirektor wird Wolfgang Wende jun. Mitgliedsgemeinden: Ahrensdorf, Genshagen, Gröben, Großbeeren, Kerzendorf, Löwenbruch, Osdorf, Siethen und Wietstock

 

Juli 1992
Übergabe der ersten „Nachwendehäuser“ am Küsterteich

 

25.2.1993
Inbetriebnahme von „Ines’ Backstand“ (Dahlback) an der Dorfaue Großbeeren

 

1.4.1993
Eröffnung von „Mini Discount“ im ehem. BIMBO-Laden

 

6.7.1993
Umzug des Amtes Ludwigsfelde-Land nach Ludwigsfelde (zentralere Lage)

 

14.8.1993
Eröffnung des Fliesenzentrums

 

1994

  • Genehmigung der Satzung „Güterverkehrszentrum Großbeeren“ (GVZ)
  • Baubeginn Wohngebiet „Die Gehren“

 

19.4.1994
Einweihung der Gedenktafel auf dem Gelände des ehem. Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslagers Großbeeren (anlässl. 50. Jahrestag Befreiung)

 

Aug. 1994
Eröffnung Südhotel Großbeeren

 

1.10.1994
Gründung Jugendfeuerwehr Großbeeren

 

25.10.1994
Eröffnung Kinder- und Freizeittreff neben der Schule (ehem. Jugendklub war nach der Wende geschlossen worden)

 

1995

  • Baubeginn GVZ Großbeeren (Güterverkehrszentrum)
  • Gründung des „1. Großbeerener Faschingsclubs“ e. V. als selbständiger Verein (Faschingsclub entstanden im Sportverein)

 

22.5.1995
Grundsteinlegung für Wohngebiet „Kondor Wessels“

 

30.5.1995
Gründung des VSD (Verein zur Strukturentwicklung und Dorferneuerung), Großbeeren ist Mitgliedsgemeinde

 

1995/96
Beginn der Erneuerung der Ortsdurchfahrt der B 101 (1. Bauabschnitt, Genshagener Straße)

 

1995
Bildung der CDU-Ortsgruppe Diedersdorf/Großbeeren

 

26.2.1996
Baubeginn Brunnenzentrum (auf dem ehem. IFA-Gelände u. Tankstelle)

 

1.4.1996
Eröffnung Tierarztpraxis Staufenbiel in Neubeeren

 

Juli 1996
Baubeginn Penny-Markt

 

15.7.1996
Baubeginn 2. Abschnitt Ortsdurchfahrt B 101 (Berliner Straße)

 

Aug. 1996
725-Jahrfeier Großbeeren zum Siegesfest (u.a. mit erstem Festumzug nach der Wende)

 

1.10.1996
Feierakt zum Baubeginn des neuen DB-Terminal (Umschlagbahnhof) im GVZ durch die DB

 

5.11.1996
Grundsteinlegung für eine Filiale der Sparkasse (Berliner Str.)

 

22.11.1996
Einweihung der neugebauten DRK-Behindertenwohnstätte Großbeeren

 

1.3.1997
Übergabe eines neuen großzügigen Sanitärtraktes an die Schule

 

15.6.1997
Bürgerentscheid in Großbeeren und Osdorf (überwältigende Mehrheit für den Zusammenschluss beider Gemeinden, Termin 31.12.1999)

 

Juni 1997
Einweihung Sparkassenfiliale, Einweihung Brunnenzentrum (mit Edeka)

 

Nov. 1997
Eröffnung des Landgasthauses „Zu den drei kleinen Beeren“ in Kleinbeeren nach einer kompletten Sanierung des Gebäudes (nachdem Gaststätte einige Jahre geschlossen war)

 

31.12.1997
6 Mitgliedsgemeinden des Amtes Ludwigsfelde-Land fusionieren im Zuge der Gemeindegebietsreform (nach Bürgerentscheid) mit der Stadt Ludwigsfelde und verlassen damit das Amt „Restamt“ besteht ab 1.1.98 aus Großbeeren, Osdorf und Ahrensdorf

 

9.9.1998
Einweihung des Umschlagbahnhofes im GVZ durch die DB

 

11.9.1998
Feierliche Einweihung des neuen Schulanbaus mit 12 Unterrichtsräumen

 

29.10.1998
Eröffn. Postagentur im Brunnenzentrum (Schließung alten Post v. 1903)

 

1.2.1999
Eröffnung der neugebauten Kita „Sterntaler“ in der Teltower Straße

 

1999
Teile der Rieselfeldanlagen Großbeeren werden als Technikdenkmal unter Schutz gestellt, etwas später Bildung des „Fachbeirat Rieselfeld“

 

22.12.1999
Die erneuert Ortsdurchfahrt der B 101 wird in ganzer Länge wieder für den Verkehr freigegeben (nachdem auch der 3. Bauabschnitt Friedhosmauer/Dorfaue / Kreisverkehr Gedenkturm fertiggestellt ist), 5 Jahre Bauzeit insg.

 

Der zur gesamten Baumaßnahme dazugehörige Bereich L 40 Bahnhofstraße wird im Jahr 2000 gebaut und dem Verkehr übergeben.

 

Ende 1999
Neugründung des Vereins „6 pfündige Fußbatterie Nr. 16 der brandenburgischen Artilleriebrigade 1813 (von Spreuth) e. V.“ (hervorgegangen aus dem Verein der Preußischen Landwehr)

 

31.12.1999
Gemeindefusion von Großbeeren und Osdorf , gemeinsame Festveranstaltung in einem großen Festzelt auf dem Gutshof Großbeeren, Feierakt zur Gemeindefusion vor Mitternacht am erleuchteten Gedenkturm, gleichzeitig Feierakt zur Fahnenweihe der ersten Großbeerener Gemeindefahne und des ersten Gemeindewappens in der Großbeerener Geschichte

 

8.1.2000
Wiedereröffnung der Gaststätte „General von Bülow“ nach Sanierung

 

27.4.2000
Eröffnung der Aral-Tankstelle im GVZ

 

23.9.2000
Einweihung neues Sportplatzgebäude des SV Grün-Weiß Großbeeren

 

2.1.2001
Umzug des Amts Ludwigsfelde-Land nach Großbeeren. Neuer Amtssitz ist das jetzige Rathaus Großbeeren im ehemaligen Gutsverwalterhaus, welches von Grund auf saniert wurde und einen Anbau erhielt.

 

2001

  • Umbenennung OT Osdorf in OT Heinersdorf (auf Antrag des Ortsbeirates)
  • Umfangreiche Straßenbaumaßnahmen in der Rathenow-Siedlung

 

11.5.2001
Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses Großbeeren

 

Juni 2001
1. Internat. Jugend-Reitturnier in Neubeeren (wird alljährliches Turnier)

 

13.7.2001
Einweihung des Bolzplatzes an der Teltower Straße

 

27.7.2001
Eröffnung der Wasserskiliftanlage Großbeeren

 

24.8.2001
Wiedereröffnung des Gedenkturmes Großbeeren nach 3-jähriger umfassender Sanierung mit einem Festakt zum Siegesfest, Kosten 1,85 Millionen DM (Neugestaltung des Museums durch Ortschronistin R. Clausnitzer)

 

7.9.2001
Eröffnung einer 9-Loch Golf-Range-Anlage in Neubeeren (Übergabe der Anlage in ihrer Gesamtheit mit Vereinshaus, Gaststätte usw. 1.5.2002)

 

23.9.2001
Die Mehrzahl der Diedersdorf entscheiden sich in einem Bürgerentscheid für eine Fusion mit Großbeeren (Diedersdorf gehört bisher zum Amt Blankenfelde-Mahlow), Termin für Fusion:

 

27.10.2001
Gründung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Großbeeren

 

Nov. 2001
Gründung der Geschichtswerkstatt im Rahmen des „Bürgertisch für lebendige Demokratie“ Großbeeren

 

30.11.2001

  • Auflösung des Amtes Ludwigsfelde-Land nach der Fusion von Ahrensdorf mit der Stadt Ludwigsfelde am gleichen Tag.
  • Großbeeren wird eigenständige amtsfreie Gemeinde. Da diese von einem hauptamtlichen Bürgermeister geleitet werden muss, wird auch Wolfgang Paul als letzter ehrenamtlicher Bürgermeister feierlich verabschiedet. Die Amtsgeschäfte der Gemeinde führt die ehemalige Stellvertretende Amtsdirektorin Gisela Röder als „mit der Wahrnehmung der Geschäfte betraute“ Bürgermeisterin weiter bis zur Wahl und Amtseinführung eines hauptamtlichen Bürgermeisters.

 

31.12. 2001
Gemeindefusion Großbeeren und Diedersdorf (gemeinsame Festveranstaltung auf dem Gutshof Großbeeren)

 

2001/2002
Grundlegende Sanierung des Pfarrhauses Großbeeren

 

Jan 2002
Gründung des CDU-Ortsverbandes Großbeeren

 

20.2.2002
Gründung des Vereins „Bürgertisch für lebendige Demokratie Großbeeren“ als eingetragener Verein

 

1.6.2002
Vereidigung von Carl Ahlgrimm als erster gewählter hauptamtlicher Bürgermeister Großbeerens nach der Erlangung der Selbständigkeit

 

15.6.2002
Einweihung des Bolzplatzes in Kleinbeeren

 

Sommer 2002
Erneuerung der Lilo-Brücke Straße am Sportplatz / L 40

 

Sept. 2002

  • Einweihung der rekonstruierten Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus (insbesondere des Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslagers Großbeeren) im Rahmen einer Gedenkveranstaltung
  • Fertigstellung einer Gedenkanlage an der hinteren Friedhofsmauer, wo ebenfalls ca. 200 Todesopfer begraben liegen)

 

1.10.2002

  • Einweihung des neuen Jugendclubgebäudes in der Teltower Straße (nach Umzug aus dem ehem. Hortgebäude in der Dorfaue)
  • Eröffnung Pfennigpfeiffer

 

2002/2003
Umbau des alten Postgebäudes zum „Neuen Ärztehaus“, Umzug vom alten Ärztehaus und Eröffnung neuer Arztpraxen

 

27.1.2003
Gründung des Fördervereins der öffentlichen Bibliothek Großbeeren

 

April 2003
Richtfest NETTO-Markt

 

5.5.2003
Gründung des Frauenstammtisches im Rahmen des „Bürgertisches“

 

17.5.2003
Feierliche Einweihung der neuen Dreifeld-Sport- und Mehrzweckhalle hinter der Schule u.a. durch Ministerpräsident Matthias Platzeck

 

11.6.2003
Enthüllung eines Gedenksteins für die ehemalige Gemeinde Osdorf, die dem Mauerbau zum Opfer fiel

 

4.-6.7.2003
Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zw. Großbeeren und der polnischen Partnergemeinde Lewin Klodzki

 

17.7.2003
Eröffnung des Badesees an der Wasserskiliftanlage Großbeeren

 

16.-24-8.2003
Festwoche zum 190. Siegesfest und zum 3. Kreiserntefest (24.8.), 1. Bülow-Gedenklauf organisiert von der Gesamtschule

 

8.12.2003
Freigabe der neuen 4-spurigen B 101 zw. Großbeeren und der Berliner Stadtgrenze
(damit ist nun die Gesamtstrecke von der A 10 bis nach Berlin durchgängig befahrbar, nachdem schon zuvor Teilabschnitte A 10 – Bahnhofstr. Großb. und parallel zum GVZ - L 76 zur Nutzung freigegeben waren)

 

5.4.2004
Bildung der Interessengemeinschaft Großbeerener Museen, Gedenkstätten und Baudenkmäler

 

23.4.2004
Gründung des Judo-Club Großbeeren e.V.

 

15./16.5.2004
Deutsche Indiaca- Seniorenmeisterschaften in der neuen Dreifeld-Sporthalle

 

15.6.2004
Gründung des Tennisvereins „Rot-Weiß Großbeeren“

 

Juli 2004
Feierliche Übergabe neues DRK-Seniorenpflegeheim „Graf von Bülow“ in der Berliner Straße (Einzug der ersten Bewohner zum 15.8.)

 

2.8.2004
Baubeginn neue Brücke über den Lilo und Straße nach Kleinbeeren

 

Sommer 2004
Baubeginn Aufstockung Seitenflügel Gesamtschule u. Aufstockung Kita Sterntaler

 

11.8.2004
Freigabe der neuen L 40 / Bereich Großbeeren und des Spaghettiknotens Neubeeren (B 101n / L 40)

 

18.9.2004
Einweihung der neuen Außenanlagen um die Gesamtschule und des neuen Schulsportplatzes im Rahmen des 5. Gemeinde- und Schulfestes

 

1.10.2004
Richtfest Aufstockung des Seitenflügels der Grund- und Oberschule

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