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Partnergemeinde

Lewin Klodzki, Polen

 

Wappen Partnergemeinde Lewin Klodzki Die Woiwodschaft Niederschlesien ist eine der 16 Woiwodschaften, die den EU-Staat Polen gliedern. Lewin Klodzki, zu Deutsch Lewin, ist heute eine Gemeinde mit wenig mehr als 2.000 Einwohnern innerhalb der Woiwodschaft. Die Gemeinde Lewin Klodzki liegt am Flüsschen Schnelle zwischen dem Heuscheuer- und dem Adlergebirge. Administrativ eingeordnet gehört der Ort zum Powiat (Landkreis) Klodzki, der sich in der Woiwodschaft Niederschlesien befindet.

 

Es gibt nur recht dürftige Informationen über die Gründung Lewin Klodzkis, die wenigen Quellen jedoch berichten bereits im Jahre 1345 vom - damaligen - Städtchen.

 

Sicher ist, dass der Ort seit 1415 Stadtrecht besaß, nachdem im Jahre 1390 im Zusammenhang mit Lewin Klodzki noch von einem "Dorf" die Rede war. Damals zog sich eine bedeutende Handelsstraße, der Polenweg, von Prag über Glatz und Wartha bis nach Breslau. Lewin Klodzki, im 14. Jh. zur böhmischen Herrschaft Hummel zugehörig, profitierte aufgrund seiner direkten Lage an der Handelsstraße davon, bis im Jahre 1428 die Hussiten (Anhänger des Theologen und Reformators Jan Hus, um 1370) einfielen und Lewin Klodzki zerstörten. Von der Zerstörung erholte sich der Ort nicht mehr.

 

Zwei große Stadtbrände hatte Lewin im Jahre 1703 und im Jahre 1772 über sich ergehen lassen müssen, bei der große Teile der Stadt zerstört wurden. Im Jahre 1742 fielen Lewin und die Grafschaft Glatz an Preußen.

 

Haupteinnahmequelle für die Bewohner war seit dem 16. Jh. die Schnitzerei, hier vor allem die Löffelschnitzerei. Zu Beginn des 18. Jh. jedoch wechselte man das Handwerk: die Leinenweberei war nun von größerer Bedeutung geworden, und die Anzahl der Webstühle in der Stadt vergrößerte sich zunehmend. Im 19. Jh. verlor aufgrund der Industrialisierung auch dieses Handwerk an Bedeutung, und die Einwohner hatten fortan mit großer Armut und Hunger zu kämpfen.

 

Bei der Gebietsreform von 1816 wurde Lewin dem Landkreises Glatz zugehörig.

 

Im Jahre 1897 wurde in Lewin eine Stickschule gegründet, und es siedelten sich zu Beginn des 20. Jh. sogar einige Fabriken an, die u.a. Strümpfe produzierten. Im Jahre 1905 wurde Lewin an das Eisenbahnnetz angeschlossen; die Einweihung erfolgte mit der Eisenbahnstrecke von Glatz nach Bad Kudowa.

 

1939 erfolgte eine Umbenennung in "Hummelstadt". Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Lewin polnisch, und im Jahre 1945 verlor es seine Stadtrechte.

 

Regelmäßigen Kontakt gibt es zwischen der Partnergemeinde Lewin Klodzki und der Gemeinde Großbeeren in den letzten Jahren nicht nur unter den erwachsenen Vertretern der Orte, auch der Jugendaustausch wird gefördert: Skivergnügen in Lewin oder Besuche der polnischen Jugendlichen in Großbeeren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So entwickeln sich inzwischen immer mehr freundschaftliche Beziehungen auch unter Kindern und Jugendlichen.