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Bericht des Bürgermeisters

Großbeeren, 28.06.2018

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Richter, sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Gemeindevertreter, liebe Gäste,

 

genau morgen vor vier Wochen wurde ich in diesem Saal offiziell ins hohe Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Großbeeren eingeführt – und ich muss sagen, die ersten drei Tage fühlten sich an wie drei Wochen, die ersten drei Wochen wie 3 Jahre. So intensiv prasselten Informationen, Eindrücke und Entscheidungen auf mich ein. Aber nicht nur ich musste mich umstellen, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung haben erfahren, dass ich ein Freund klarer Linien und Aufgaben bin. Dienstberatungen waren eine Neuerung von weiteren, die noch folgen werden.

Am Montag den 04. Juni fand ich mich in meinem neuen Büro wieder und hörte durch das Fenster eine Kindergartengruppe, die die Straße am Rathaus queren wollte. Ich beobachtete das Schauspiel ganze drei Minuten und musste mit anschauen, wie die kleinsten unserer Gesellschaft mit zwei Erzieherinnen dann schließlich, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, über die Straße rennen mussten. Just in diesem Moment rannte ich ebenfalls stürmisch runter und hielt die Gruppe auf. Ich fragte die Erzieherinnen wie oft die Straße denn gequert werden würde mit den Kitagruppen – „fast tagtäglich“ wurde mir vergewissert. Also war meine erste Amtshandlung tatsächlich, dass ich mich mit Herrn Schwarz vom Ordnungsamt und Herrn Ritter vom Bau- und Planungsamt darum gekümmert habe, dass das Straßenbauamt sich die Situation einmal genauer anschauen solle. Keine anderthalb Wochen später standen wir an eben dieser Querungsstelle und erhielten erste positive Rückmeldung, dass die Möglichkeit von Querungshilfen tatsächlich gesehen wird, so wie auch an anderen Stellen im Ort. Ich will noch nichts versprechen, aber wir sind als Verwaltung guter Dinge, dass wir hier für die Sicherheit aller Einwohnerinnen und Einwohner Abhilfe schaffen könnten.

Es folgten nach ersten aufregenden Tagen zahlreiche Gespräche innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Und ja natürlich habe ich versucht mir für alle die Zeit zu nehmen und ein erstes oder sogar schon ein zweites Gespräch zu führen. Meine ersten Sitzungen bei den Ortsbeiräten in Diedersdorf und Heinersdorf haben gezeigt, dass man aufgeschlossen und positiv in die Zukunft schaut und nach dem ersten Beschnuppern der Grundstein gelegt wurde für eine gemeinsame und Produktive Zusammenarbeit. So habe ich persönlich vor, alle Ortsvorsteher in einer gemeinsamen Runde einzuladen um ortsteilübergreifend einen Ideenaustausch zu starten. Beginnen werde ich damit voraussichtlich nach der Sommerpause.

Aber vergessen wir auch nicht die heimische Wirtschaft. Spitzke feierte am 07. Juni die Einweihung ihres neuen Ausbildungszentrums und wir können vom Glück reden, dass wir solch ein Vorzeigeunternehmen vor Ort ansässig haben. Es war mein erstes offizielles und sehr kurzes Grußwort an ein Unternehmen im GVZ, doch um mich ging es an diesem Tag nun wahrlich nicht, sondern um die Eröffnung des Ausbildungszentrums eines Spitzenunternehmens.

Der ein oder andere hat es sicherlich vernommen, Rangsdorf bekommt einen eigenen S-Bahn Anschluss. „Das wollen wir auch“, sagte nicht nur der Igel in Ludwigsfelde, sondern auch der Borstel aus Großbeeren. So kam es letztendlich auch dazu, dass Igel und Borstel sich offiziell dafür aussprachen über einen S-Bahn Anschluss über Großbeeren nach Ludwigsfelde nachzudenken. Nachdruck bekommt das Thema auch, weil erst gestern die offiziellen Pendlerströme um Großbeeren und Ludwigsfelde bekannt wurden. Mehr als 28.000 Menschen pendeln im Durchschnitt tagtäglich in Ludwigsfelde und Großbeeren, davon allein 10.500 in Großbeeren – also mehr als wir Einwohner haben. Es ist ein erster Aufschlag, aber neue Denkansätze sollten auch hier erlaubt sein, denn es geht um Arbeitsmobilität und letztendlich auch um Lebensqualität.

Ganz wichtig war mir aber seit Beginn meines Amtsantrittes die Situation um die Schulerweiterung. Mit Schulleiter Petersen stand ich seit dem ersten Tag an im regen Austausch, denn eine Lösung musste her – und zwar schnell. So kam es dann auch, dass im Zusammenspiel mit der Verwaltung, der Schulleitung und den schulischen Gremien Fakten diskutiert wurden, die wir im heutigen Tagesordnungspunkt 7.4 näher beleuchten werden. Es steht eine richtungsweisende Abstimmung an und das gleich zu Beginn meiner Amtszeit. Ich kann Ihnen sagen - „Sie machen es mir wirklich nicht leicht.“

Zuguterletzt, und dann möchte ich meine Ausführungen an dieser Stelle erst einmal beenden, gibt es eine interessante Möglichkeit die Dorfaue aufzuwerten. Ein Großbeerener hat vor wenigen Monaten eine historische Dampfwalze erworben und möchte diese dem Ortsbild in der Zentrumslage als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Vorstellbar sind Verweilmöglichkeiten und eine historische Infostele um das historische Gerät. Am Ende der kommenden Woche soll die Dampfwalze testweise aufgestellt werden, so dass man einen ersten Eindruck erhalten kann. Wir hoffen, dass diese innerhalb der Bevölkerung eine breite Akzeptanz findet und wir eine Aufwertung der Dorfaue ermöglichen können. Fotos haben wir heute bereits mitgebracht, die auch gerne im Publikum verteilt werden können.

 

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