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Gemeinde Großbeeren

Gedenkturm Großbeeren


Der 32 Meter hohe Gedenkturm ist das unverwechselbare Ortswahrzeichen von Großbeeren. Er beherbergt ein kleines Museum mit einer Dauerausstellung zur "Schlacht bei Großbeeren" am 23. August 1813, in deren Verlauf es den preußischen Truppen unter General Friedrich Wilhelm von Bülow und ihren Verbündeten gelang, die Truppen Napoleons hier vor den Toren Berlins zurückzuschlagen und dadurch die erneute Besetzung der preußischen Hauptstadt zu verhindern.

Wer die 137 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird bei klarer Sicht mit einem über 30 Kilometer weiten Blick ins Land und nach Berlin belohnt.

Der Gedenkturm Großbeeren gehört zu den ersten großen Bauwerken, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der damals noch sehr jungen Stahlbetonbauweise errichtet wurden. Durch seine Gestaltung und die extrem kurze Bauzeit von nur ca. sechs Monaten stellte er eine besondere Herausforderung für Planer und Bauleute dar. Unter Federführung des damaligen Kreisdeputierten (des Kreises Teltow) und Regierungsbaumeisters Karl Lange wurde die Berliner Firma "Eisenbetonbau Schwartz GmbH" mit der Projektierung und Bauausführung betraut. Die Baukosten trug der damalige Kreis Teltow.

Pünktlich zum 100. Jahrestag der "Schlacht bei Großbeeren" wurde der Gedenkturm am 23. August 1913 durch Kronprinz S. Kgl. Hoheit Eitel Friedrich und Landrat von Achenbach in Anwesenheit eines Bülow-Nachfahren und vier damaliger Traditionsvereine (zumeist Kriegsvereine) feierlich eingeweiht.

Seither sind viele Jahre vergangen und der Zahn der Zeit nagte kräftig an unserem Gedenkturm. Vor einigen Jahren wurde das denkmalgeschützte und in der Region einmalige Bauwerk umfassend saniert. Es erhielt ein zusätzliches inneres Skelett zur Verstärkung, die bis zu acht Meter langen dünnen Risse würden verpresst und von der Museumshalle aus wurde eine Wendetreppe zum Aufgang des Turms neu eingebaut. Die obere noch originale Metallwendetreppe erhielt eine zusätzliche Stabilisierung durch drei Seitenpfeiler und alle Treppenstufen wurden trittgedämmt. Außerdem erhielten die Außenmauern der Museumshalle eine Moderne Innenwandheizung zum Schutz der Exponate. Die Museumshalle und der gesamte Turmaufgang bekamen neue Beleuchtungsanlagen.

Auch die kleine Museumshalle, die inhaltlich den Ereignissen des 23. August 1813 und dem traditionellen "Siegesfest" gewidmet ist, wurde neu gestaltet. An den Turmaußenwänden wurden die zum Teil noch sichtbaren Kriegseinschüsse beseitigt und alle Beschädigungen oder verblassten Schmuckelemente sachgerecht restauriert.

Nach dreijähriger Sanierung (1998 bis 2001) wurden der Gedenkturm und das neu gestaltete Museum zum Siegesfest am 24. August 2001. Die Baukosten betrugen etwa 1.850.000 DM und wurde mit einer Million DM vom Landkreis Teltow-Fläming gefördert. Durch die Gestaltung des neuen Umfelds mit dem großzügigen Vorplatz gewinnt der Gedenkturm zunächst an Reiz. Heute stellt der abends angestrahlte Gedenkturm nicht nur das Ortswahrzeichen von Großbeeren dar, sondern zieht auch viele Besucher von Nah und fern an.


Standort (Google Maps): https://goo.gl/maps/374ZNGHciFAhZ4v7A

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