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Gemeinde Großbeeren

Austausch mit dem Handwerk



Handwerker aus der Region sowie Vertreter der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming kamen am Dienstagabend mit dem Großbeerener Bürgermeister Tobias Borstel zusammen.

Schnell stellte sich heraus, dass das drängendste Thema der Handwerkerbetriebe der fehlende Nachwuchs ist. Bezirksschornsteinfegermeister Steffen Hölscher rechnete vor: "3000 Meister gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente. Nicht mal halb so viele Meister kommen nach. Wenn sich nichts ändert, stirbt das Handwerk aus." Um es nicht so weit kommen zu lassen, engagiert sich die Kreishandwerkerschaft in der Berufsorientierung von Kindern und Schülern. In enger Zusammenarbeit mit Kitas und Horten werden schon die Kleinsten an das Handwerk und an den Umgang mit einfachen Werkzeugen herangeführt. Gemeinsam mit Schulen werden Projekttage durchgeführt und Schüler ab der siebten Klasse erhalten die Möglichkeit, im Lehrbauhof in Jüterbog verschiedene Gewerke kennenzulernen. "Wir wollen aufzeigen, dass das Handwerk eine echte Alternative zum Studium und zur Arbeit im Großkonzern darstellt", erklärte Michael Graf, stellvertretender Kreishandwerksmeister. "Das Handwerk bietet echte Aufstiegschancen und bei uns haben die Mitarbeiter noch Namen, keine Nummern."

Ein weiteres Thema, das Verwaltung und Handwerksbetriebe gleichermaßen umtreibt, ist die Vergabe von Leistungen. "Wann immer möglich, wollen wir Handwerker aus der Region beauftragen", betonte Grit Maaß, Sachbearbeiterin der zentralen Vergabestelle im Rathaus. "Natürlich unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen." Diese sehen vor, dass ab einem bestimmten Auftragsvolumen mehrere Angebote eingeholt oder öffentlich ausgeschrieben werden muss. Bürgermeister Borstel kündigte an, dass in diesem Jahr zahlreiche Handwerkerarbeiten anstehen: "Wegen des großen Rückstaus haben wir 2019 den meines Wissens größten investiven Haushalt der Geschichte Großbeerens. Bitte beteiligen Sie sich an den Ausschreibungen."

Das Zusammentreffen wollen die Beteiligten im jährlichen Rhythmus wiederholen, um einen langfristigen Austausch zwischen Handwerk und Verwaltung aufrecht zu erhalten.


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