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Gemeinde Großbeeren

Naturdenkmal in Heinersdorf gefällt



"Elefantenfuß-Linde" war trotz großer Bemühungen nicht zu retten

Ein markantes Naturdenkmal im Landkreis Teltow-Fläming ist Geschichte - die ca. 200-jährige "Elefantenfuß-Linde" von Heinersdorf. Sie musste am 1. März 2019 gefällt werden. Vorangegangen waren unterschiedlichste Pflegemaßnahmen, mit denen sich der Landkreis - leider vergeblich - bemüht hat, den besonderen Baum zu erhalten.

Sein Zustand war schon länger fraglich. Vor allem der Hohlklang der Linde bei der Klopfprobe bereitete der Naturschutzbehörde große Sorgen. Als letzte Pflegemaßnahme wurde eine sogenannte Fangsicherung eingebaut. Sie sollte sicherstellen, dass ein ausbrechender Stämmling nicht einfach richtungslos herunterfällt, sondern am Stamm abgleitet. Doch auch damit konnte man die "Elefantenfuß-Linde" leider nicht retten - maximal für Sicherheit sorgen.
Anfang des Jahres hat ein Baumgutachter die Restwandstärke des Stammkörpers bestimmt. Die Ergebnisse waren außerordentlich alarmierend, sofortiges Handeln angezeigt. Von der Linde ging eine akute und erhebliche Gefahr aus. Deshalb war eine sofortige Fällung leider unumgänglich. Damit hat der Landkreis eines seiner wunderbaren Baum-Naturdenkmale verloren. Zu ihnen gehören entweder sehr alte, exotische oder ungewöhnliche Exemplare mit einer besonderen Wuchsform. Eines davon war die Linde mit dem Elefantenfuß am westlichen Ortsausgang von Heinersdorf, direkt gegenüber dem Park.

Seinen Spitznamen "Elefantenfußlinde" hatte der Baum wegen des außergewöhnlichen Dickenzuwachses im Bereich des Stammfußes - eben wie ein Elefantenfuß. Ursache dafür ist eine fortschreitende Fäule und Zersetzung, die die Linde mit übermäßigem gesunden Holzzuwachs zu kompensieren versuchte. Das setzte sich über die Jahre bis in den oberen Stammbereich fort - ein Ausdruck des einzigartigen Überlebenswillens diese Baumes - leider ohne Erfolg.

Die Linde war wegen ihres ungewöhnlichen Wachstums als Naturdenkmal ausgewiesen. Davon gibt es im Landkreis Teltow-Fläming insgesamt 398 - allesamt von der Natur erzeugte Einzelobjekte, die durch ihr hohes Alter, ihre Eigenart und ihr beeindruckendes Aussehen den Landschaftsraum prägen und ihm ein Gesicht oder sogar eine eigene Identität geben. Dabei handelt es sich um 242 Bäume, Baumreihen, Baumgruppen, Alleen oder Relikte natürlicher Wälder, 30 Findlinge, 106 Hohlformen, Quellen/Salzaustritte, Moore, Moorseen, Feuchtwiesen und natürliche Bachläufe sowie 20 Erosionsrinnen, Trockentäler, Dünen, Trockenhänge, Heiden, Erdfälle und Trockenrasen.

Weitere Informationen zu Naturdenkmalen im Landkreis Teltow-Fläming unter:
www.teltow-flaeming.de/de/landkreis/umwelt/naturdenkmale.php

Foto: Alexander Haase



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